David Semper

Mit seiner in der case study – Vitrine vom 18.08. – 14.10.2012 gezeigten Arbeit Caisson positionierte David Semper eine dünne Innenwand in dem kleinen Raum. In die Fläche der Rigipswand, die fast schon wie ein Bild in der Vitrine lehnte, verputzte Semper vor Ort ein Stempelkissen, dessen blaue Farbe langsam in die weiße Fläche ausblühte. So unterlag seine Arbeit einer stetigen Veränderung mit einem prägnanten Raumbezug sowie einer ausgedehnten Zeitlichkeit, die in ihrer Prozesshaftigkeit Kategorien von Zeit und Raum im Alltag neu erfahrbar machen. Dabei sind die Eigenschaften sowie die Genese der verwendeten Materialien für David Semper wichtig, da er mit der Verwendung von Gips und Farbstoff in unterschiedlichen Erscheinungsformen klassische Gattungsgrenzen von Malerei und Skulptur in eine neue Spannung setzt.

David Semper: Caisson, 2012. Rigipswand, Stempelkissen, Putz, Farbe. (Installationsansicht am 1. Tag)

David Semper, geboren 1980 in Wuppertal, lebt und arbeitet in Freiburg (Deutschland) und Chur (Schweiz). Nach einer Ausbildung zum Steinmetz studierte er Freie Kunst von 2005 – 2007 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und dann von 2007 – 2011 Freie Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe. Seine Studien schloss er als Meisterschüler von Prof. Leni Hoffmann ab.

David Semper: Caisson, 2012. Rigipswand, Stempelkissen, Putz, Farbe. (Installationsansicht am 1. Tag)

David Semper: Caisson, 2012. Rigipswand, Stempelkissen, Putz, Farbe. (Installationsansicht nach 2 Wochen)

Textheft zum Projekt:

Text Julia Thiemann David Semper

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